System

Komposttoiletten Systeme

Komposttoiletten stellen besonders für den Kleingarten eine kostensparende und ökologische Lösung dar. Der häufigste Anwendungsfall für Komposttoiletten ist der Kleingarten oder das Wochenendhaus, wenn diese nicht an eine Abwasserkanalisation angeschlossen sind. Hier liegt der Vorteil einer Toilette, die kein Abwasser produziert auf der Hand. Eine gute Lösung bieten einfache Sammeltoiletten oder auch Trenntoiletten, die wenig Installationsaufwand verursachen (gewöhnlich Anschluss eines Abluftrohres durch das Dach hindurch), akzeptable Investitionskosten erfordern und in den laufenden Kosten außerordentlich günstig sind bzw. sogar mit Hilfe von Gartenabfällen ohne laufende Kosten auskommen.

Sammeltoiletten

Die einfachste Ausführung, sind einfache Einbehältersysteme, bei denen Fäkalien und Urin in ständiger Mischung mit einem Zuschlagstoff (Rindenschrot) in einen Behälter gelangen. Möglichst täglich wird der Inhalt zur Kompostierung in einen Komposter oder auf einen Komposthaufen entleert, wo er mindestens 1 Jahr verbleiben sollte.

Trenntoiletten

Verschiedene Weiterentwicklungen streben eine Erhöhung der Auslastung des Behältervolumens an, z.B. indem durch Separationseinsätze eine Urinabtrennung erfolgt (Trenntoiletten). Über einen Kunststoffschlauch kann dieser ins sonstige Abwasser eingeleitet werden, das dann immer noch feststofffrei und damit wesentlich leichter zu behandeln ist. Oder der Urin wird in einem Behälter (20- bis 30-Liter-Kanister), der zur kühlen Aufbewahrung möglichst außerhalb des Gebäudes in die Erde eingelassen wird, zur weiteren Verwendung gesammelt. Dieser nicht mit den Fäkalien in Kontakt gekommene und damit hygienische Urin ist in Verdünnung mit der achtfachen Menge Wasser ein hervorragender, stickstoffhaltiger Pflanzendünger. Des Weiteren gibt es Systeme, die das aus der Masse austretende Sickerwasser (Urin, der durch die Fäkalien durchgesickert ist) abtrennen und verdunsten. Auftretendes Überschuss-Sickerwasser muss dann als Abwasser entsorgt werden oder kann zum Befeuchten des Komposthaufens verwendet werden.

Solche kleinen Komposttoiletten gibt es in den verschiedensten Bauformen, vom Eimer mit Toiletten-Deckel bis zur perfekten Wasserklo-Imitation in porzellanähnlichem und schneeweißem Kunststoff. Außerdem gibt es eine Vielzahl möglicher Zusatzausstattungen, wie Zwangsentlüftung mit Ventilator (strombetrieben oder mit Windkraft), Sichtschutz (für die ästhetische Benutzung), Heizung (zum Ankurbeln der Kompostierung) und mechanisches oder elektrisches Rührwerk (zum Verbessern der Kompostierung).

Terra-Preta

Eine Besonderheit stellt das neue Terra-Preta-System dar, bei dem die vom Urin abgetrennt gesammelten Feststoffe mithilfe von TriaTerra (einer Spezialstreu mit Effektiven Mikroorganismen) besonders intensiv umgesetzt werden und vor dem Ausbringen auf den Kompost eine kurze anaerobe Umsetzungsphase im dicht verschlossenen Sammelbehälter erfolgt. Es bildet sich eine besonders fruchtbare Erde.

Großkammertoiletten

Großkammertoilettenhaben einen so großen Sammelbehälter, dass die Kompostierung weitestgehend abläuft, ehe eine Entleerung vorgenommen werden muss. Dabei ist zu beachten, dass im Laufe der Kompostierung eine Volumenreduzierung um 80 bis 90% erfolgt. Mit einer Behältergröße von ungefähr drei Kubikmetern ist der feste Wohnsitz von 4 Personen komfortabel ausgestattet. Nach ungefähr einem Jahr sollte der Behälter geleert werden, der Kompost kann direkt in den Garten gebracht werden. Diese Systeme erfordern meistens einen Keller.